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Wahner Heide Exkursion der SGG

Am Samstag, den 13. Juli traf sich die Sieglarer Garten Gang am Infozentrum Wahner Heide in Altenrath und es ging auf zu einer geführten Exkursion in die Wahner Heide.

Nachdem wir unterwegs Brennesseln probiert hatten, überquerten wir die Alte Kölner Straße und waren schon mitten drin in der Heide. Die Kinder hatten so viel zu sehen und fragten nach so vielen kleinen Pflanzen und Tieren, dass es fast schwierig war ihren Blick auf die Gesamtheit der

Landschaft zu richten, um zu klären, was denn eineHeide überhaupt ist. Das wurde daher etwas später geklärt, damit zunächst die Begeisterung und Neugierde befriedigt wurde. Da gab es wilden Thymian, die Heidenelke, jede Menge Mistkäfer und faszinierende, schwarz-gelbe Raupen auf dem Jakobsgreiskraut (die Raupen des sogenannten Jakobskrautbärs, ein schöner rot-schwarzer Schmetterling).

Als wir dann eine kleine Anhöhe erreichten und man eine gute Aussicht über die Heide hatten, erklärte Frau Otero vom Bündnis Wahner Heide e.V., was eine Heide überhaupt ist und wie sie entstanden ist. Einige der Schüler_innen konnten da schon einiges an Wissen beisteuern. Dann zeigte Frau Otero uns die fleischfressenden Pflanzen in der Wahner Heide: den Sonnentau. Ein

großes Feld von diesen empfindlichen Pflanzen, wuchsen in einerfeuchten Senke, gleich neben dem Weg. Sie waren fast aufgeblüht und die Kinder fanden selbst heraus, dass in sandigem Boden nicht viele Nährstoffe sind und es daher sinnvoll ist, sich noch etwas „tierisches Eiweiß“ dazuzufangen. Zwischen dem Sonnentau hüpften überall keine Baby-Kröten herum, die die Kinder völlig begeisterten.

Auf dem weiteren Weg entdeckten wir dann Hornklee, Hasenklee, verschiedene Orchideen-Arten und viele Pappelblattkäfer.

Als wir zur Tongrube kamen (den Kindern wurde das nicht verraten) und sie aufforderten, einen kleinen Klumpen des Schlamms in die Hand zu nehmen, waren sie zuerst sehr zögerlich. Als sie es dann ausprobierten und erfuhren, dass es sich um Ton handelt, waren sie nicht mehr zu bremsen und fast alle wollten ihren kleinen Klumpen mitnehmen. Die erfahrene Frau Otero hat für solche Fälle immer kleine Gefrierbeutel dabei . . .

Leider mussten wir uns schon langsam auf den Rückweg machen. Dabei kamen wir noch an einem wunderbaren Hudewald vorbei, eine Waldform, die durch die frühere Nutzung der Wälder als Weide entstand, bei der die Bäume – vorwiegend Eichen – wie in einem Park in großem Abstand voneinander stehen. Auch heute wird hier beweidet, damit diese kulturhistorisch und ökologisch bedeutsame Landschaftsform erhalten bleibt.

an_Tongrube