Allgemein Initiativen Schulleben

Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft

Städtische Gesamtschule Troisdorf-Sieglar und C. u. W. Keller GmbH & Co.KG unterzeichnen KURS Lernpartnerschaft

(MYLE) Dass Schule und Wirtschaft gemeinsam Wegweiser für die Schüler_innen im Übergang zum Berufsleben sein können, unterstützt die Initiative KURS der IHK, HWK und der Bezirksregierung Köln seit 1998.

Am Montag, den 19. März war es dann auch soweit für die Städt. Gesamtschule Troisdorf-Sieglar, die als Schule im Aufbau ihre erste KURS-Lernpartnerschaft mit dem Unternehmen Keller GmbH & Co. KG unterzeichnete. Dazu waren Bürgermeister Herr Jablonski, Frau Heinrichs als Schulleiterin, der kaufmännische Leiter der Firma Keller, Herr Kerber, Frau Jäger vom KURS Basisbüros des Rhein-Sieg-Kreis, Herr Thomas von der IHK Bonn/Rhein-Sieg und weitere Gäste zu einer kleinen Feier mit Unterzeichnung geladen. Durch das kurze Programm führte Frau Jäger als KURS-Koordinatorin.

Zunächst begrüßte Frau Heinrichs alle Gäste und machte deutlich, dass sie sich außerordentlich auf die Zusammenarbeit mit einem renommierten Betrieb wie der Firma Keller freue.

Anschließend stellte Herr Kerber kurz das Unternehmen vor und verdeutlichte, wie wichtig in seinen Augen diese Zusammenarbeit ist, da diese auch ihnen die Möglichkeit gebe, engagierte Jugendliche zu finden und für eine Ausbildung in ihrem Betrieb zu gewinnen. Dabei verstand er auf der einen Seite die Wirtschaft im Rahmen einer solchen Partnerschaft als Wegweiser, sah aber auch, dass Unternehmen durch diese Kooperationen gestärkt werden.

Herr Jablonski machte die Dringlichkeit solcher Kooperationen deutlich. Dabei bezog er sich in seinen Grußworten auf den demografischen Wandel und den sich dadurch stark verändernden Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Viele Berufsfelder sind den Schüler_innen dabei häufig unbekannt, öffnen sich allerdings durch Lernpartnerschaften.

Zur Auflockerung sangen die Schüler_innen der Klassen 5.3 und 6.3 gemeinsam zwei Lieder unter der Leitung von Frau Reber.

Etwas konkreter wurde es in der Fragerunde zur KURS-Lernpartnerschaft, durch die Isabell Esch, Lasse Pauels und Alec Marschner, Vertreter der Schülerschaft, führten.

Dabei interessierte sie zunächst, mit welchen Erwartungen Herr Kerber und Frau Heinrichs in diese Partnerschaft gehen. Frau Heinrichs erklärte, dass Lehrer sich häufig mit betrieblicher Ausbildung nicht auskennen, und daher die Kooperation diesbezüglich ein großer Zuwachs sei, der auf unterschiedlichen Ebenen geschehen kann. Den Schüler_innenn Perspektiven bieten und damit auch guten Nachwuchs zu gewinnen, steht dabei unter anderem für Herrn Kerber im Vordergrund.

Des Weiteren wurde nachgefragt, warum die Firma Keller sich für eine Gesamtschule entschieden habe. Herr Kerber antwortet darauf, dass gerade die Möglichkeit unterschiedlichste Abschlüsse an einer Gesamtschule erlangen zu können und damit auch alle für die Firma Keller interessanten Berufsfelder vorstellen zu können für ihn den Reiz dieser Kooperation ausmache.

Herr Thomas wurde nach praktischen Tipps zur Berufsorientierung befragt und machte in seiner Antwort deutlich, dass es besonders wichtig sei, sich als Schüler selber ein Bild zu machen, um das richtige für sich zu finden. Hierzu kann in seinen Augen eine Lernpartnerschaft nur von Vorteil sein.

An Frau Templin, Mitarbeiterin der Personalabteilung der Firma Keller, wurde die Frage herangetragen, inwiefern sie sich einen Zugewinn für alle Schüler_innen durch die Lernpartnerschaft vorstellen könne. Hier verwies sie besonders auf Bewerbungstrainings, Unterstützung beim Bewerbungsprozess und weitere Möglichkeiten. Herr Meyer, zuständig für die Berufsorientierung an der Schule, unterstütze diese Aussagen, indem er zu verstehen gab, dass durch diese Lernpartnerschaft viele theoretische Lerninhalte einen Praxisbezug erlangen würden.

Auch nutzten Isabell, Lasse und Alec die Chance einen Schüler, Felix J., der zurzeit sein Betriebspraktikum bei der Firma Keller absolviert, nach seiner Erfahrung zu fragen. Felix beschrieb sein Praktikum als sehr spannend und bestätigte, dass er Einblicke in Berufe bekommt, die er vorher zunächst nicht kannte.

In einer abschließenden Frage an Herrn Jablonski wollten die Schüler wissen, ob er sich an der Schule wohlfühle. Da Herr Jablonski die Neugründung der Schule mit vorangetrieben habe und diese auch in dem Prozess des Aufbaus begleite, freute er sich zu sehen, dass die Schule sich positiv entwickle, und verwies dabei auch nochmal auf den anstehenden Neubau.

Die kleine Feierlichkeit endete mit der Unterzeichnung der Lernpartnerschaft und der Überreichung der Urkunden.