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Gesamtschule Sieglar wird in Schulnetzwerk aufgenommen

(MYLE) Für eine Schule ohne Rassismus und mit Courage bekam die Städt. Gesamtschule Troisdorf-Sieglar ein Siegel verliehen

Am 22.03.2018 wurde die Städt. Gesamtschule Troisdorf-Sieglar wegen ihres Engagements Vielfalt zu leben in das Netzwerk der „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ aufgenommen.

Zu dieser Feierlichkeit waren neben dem Kollegium, den Klassensprechern und Vertretern der Elternschaft auch Bürgermeister Herr Jablonski, die Vertreter der unterschiedlichen Glaubenseinrichtungen in Troisdorf, Schauspielerin Liz Baffoe, Patin unserer Schule für dieses Projekt, und Frau und Herr Dreyfuß, die als Zeitzeugen des Dritten Reichs schon im vergangene Jahr bleibenden Eindruck bei unseren Schülern hinterlassen haben, eingeladen

Nachdem Frau Heinrichs sich zunächst bei allen Gästen für ihr Kommen bedankt hatte, ging es ihr vor allem darum, zu verdeutlichen, dass die Schule nicht die momentane Weltpolitik durch ein solches Projekt verändern könne, aber durch einen wertschätzenden Umgang, das Erlernen einer konstruktiven Streitkultur und dem Interesse andere Kulturen kennenzulernen, man für die Zukunft einen kleinen Teil zur Veränderung der Weltpolitik beitrage. Dieser erste Schritt der Schule sei jedoch nicht ohne die intensive Arbeit der SV möglich gewesen. Daher führten auch Isabell Esch und Alec Marschner, Schülersprecher der Städt. Gesamtschule Troisdorf-Sieglar, durchs Programm.

Herr Terwedow, SV-Lehrer, freute sich sehr darüber ins Schulnetzwerk aufgenommen zu werden, da die Thematik für ihn eine Herzensangelegenheit sei und mit dem Siegel eine Aufgabe an die Schule übergeben werde. Ein Symbol für diese Aufgabe sei auch die Teilnahme an der Feierlichkeit der Vertreter der verschiedenen Glaubenseinrichtungen in Troisdorf.

Auch Herr Jablonski ließ es sich nicht nehmen die Schule zur Aufnahme ins Schulnetzwerk zu beglückwünschen und betonte dabei, dass er die Schule bei ihren anstehenden Aufgaben als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unterstütze. Dieses Projekt unterstreiche das in seinen Augen meistens gelungen und friedvolle Nebeneinander von 115 Nationen in Troisdorf.

Improvisiert, da der eigentlich Chor aus Schülern krankheitsbedingt und wegen Praktika ausfiel, aber überzeugend sangen einige Lehrer unter der Leitung von Herrn Schöbitz „Heal the World“ von Michael Jackson.

Isabell Esch und Alec Marschner erzählten anschließend, dass für sie als SV schnell klar war, dass sie Teil dieses Netzwerks sein möchten. Und es wurden mit viel Eifer alle Hürden genommen, damit eine Aufnahme möglich wurde. Dabei sei besonders zu erwähnen, dass bei einer dazugehörigen Unterschriftenaktion 80% der Schulangehörigen sich für dieses Siegel aussprachen. Dies mache deutlich, dass viele Dinge an der Städt. Gesamtschule Troisdorf-Sieglar schon gelebt werden, die für ein friedvolles Nebeneinander vieler Kulturen wichtig seien.

Anschließend sangen Schüler_innen der Klassen 5.3 und 6.3 gemeinsam mit Frau Reber ein Lied, in dem es darum geht, dass Dinge ganz klein anfangen, um dann aber ganz groß zu werden, so wie die Aufgabe der Schule diesem Siegel gerecht zu werden.

Besonders freute sich die Schule darüber die Schauspielern Liz Baffoe, bekannt aus der Lindenstraße und aus Schloss Einstein, sowohl als Schulpatin gewinnen zu können, aber auch als Gast begrüßen zu können. Auch sie richtete ein paar herzliche Worte an die Lehrer und vor allem Schüler. Sie sei begeistert davon, was hier auf die Beine gestellt worden sei. Sie betonte, wie wichtig es sei untereinander in einen Dialog zu kommen, damit mit Vorurteilen aufgeräumt werden und jeder sich selber ein Urteil bilden kann. Zur Freude aller sagte sie abschließend, wäre sie im wirklichen Leben Lehrerin, wünsche sie sich Schüler wie die der Städt. Gesamtschule Troisdorf-Sieglar. Nachdem dann „der Snackclub“ Frau Baffoe noch ein selbstgestaltetes Kochbuch mit ihren geheimen Rezepten  als Dankeschön geschenkt hatte und in diesem Zusammenhang sie eingeladen hatten mit ihnen gemeinsam zu kochen, was Frau Baffoe dankend mit den Worten, sie würde dann auch Rezepte aus Ghana mitbringen, angenommen hatte, wurde die Schule offiziell von Herrn Enzenberger, Koordinator des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, in das Netzwerk aufgenommen und das Siegel überreicht.

Abgerundet wurde die Feierlichkeit durch einen Gesangsbeitrag von Herrn Schneider und Herrn Mütze, die gemeinsam das Lied “Wann jeiht der Himmel widder op“ von den Höhnern interpretierten, und einem anschließenden kleinen Umtrunk im Foyer.