Allgemein Ausflug

“Frau Bischoff, Schule ist toll!”

Am Freitag, dem 1. März 2013 ging es für die Schüler_innen der 5.4 mit Bus und Bahn in das Museum Koenig nach Bonn. Die Tutorin Frau Bischoff hatte diesen Unterrichtsgang im Rahmen des Themas „Tiere des Waldes“ im Fach Naturwissenschaft geplant. Die Klasse wurde in Gruppen von Frau Bischoff durch das Museum geführt.

Da Frau Bischoff selbst lange Zeit für das Museum Koenig gearbeitet hat, stand ihr Anschauungsmaterial der Museumspädagogik zur Verfügung und die Klasse konnte einen Blick hinter die Kulissen des Naturkundemuseums werfen.

Zunächst wurde die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe besuchte den Teil der Ausstellung, bei dem Tiere des Waldes ausgestellt waren. Viele Schüler hatten schon zu einigen Tieren ihr Referat in NW gehalten und konnten bei einigen Stationen ihr Wissen beitragen. Und so konnten wir unter Frau Bischoffs fachkundiger Führung die Unterschiede zwischen Reh und Hirsch, Kaninchen und Feldhase, zwischen Sommer- und Winterfell, einem Horn oder einem Knochen, einem Pflanzenfresser- oder Raubtiergebiss verstehen lernen. Für die meisten war sicher neu zu hören und zu sehen, was eine „Bache“ ist oder eine „Ricke“, ein „Keiler“, eine Hirschkuh oder ein „Frischling“. Dabei traute sich nicht jeder, das Fell des Hasens zu streicheln oder über die schöne glatte Oberfläche eines Hirschgeweihs zu fühlen.

Auch zu Dachsen und Wildschweinen lernten wir einiges dazu.

Danach führte der Weg hinter die Kulissen eines Museums, also in Bereich, die normale Besucher nie kennen lernen. Hier wurden wir in der Abteilung für Säugetiere vom dortigen Kurator Dr. Hutterer empfangen. Viele Schüler_innen störten sich zunächst an dem Geruch in den Sammlungsräumen, da die Tiere als Schutz gegen Fraß von Motten [&] Co. chemisch behandelt sind. Sie waren dann aber fasziniert von den verschiedenen Flachpräparaten (nicht so präpariert wie für die Ausstellung) von Eichhörnchen und Mäusen, die gleich vorne auf einem Tisch lagen. Der Blick in die Schubladen zeigte, wie Wissenschaftler im Museum arbeiten und warum überhaupt Sammlungen angelegt werden. Toll war es, dass die meisten Schüler den lateinischen Namens des Tieres, über das sie ein Referat halten, noch wussten und stolz nannten. In einem Schrank hingen die Felle großer Raubkatzen, welche sehr beeindruckten. Auch ein geheimnisvoller Raum mit großen und seltenen Säugetieren begeisterte die Schüler_innen.

Im Anschluss wurde der Lebensraum der Arktis und Antarktis erkundet. Es galt ein Kreuzworträtsel zu lösen: Hättet Ihr gewusst welches Tier ein so großes Herz besitzt, dass ein Kleinwagen hineinpasst? Die Schüler_innen fanden es mit Hilfe der anschaulich gestalteten Informationstafeln heraus: das Herz des Blauwals! Die Klasse konnte außerdem das Skelett eines Zwergwals sehen. Wie passend, denn im Deutschunterricht wurden in den letzten Wochen viele Sachtexte zu Walen gelesen und viel über Wale gelernt.

Die kleinsten Tiere der Arktis galt es ebenso zu finden, dazu musste man ganz genau hinsehen, denn Berglemminge sind in der Tundra durch ihr geflecktes Fell perfekt getarnt. Spätestens als einige Schüler ausprobierten, wie es sich anfühlt, in einem Iglu zu sitzen, war die anfängliche Skepsis ein Museum zu besuchen wie „weggeschmolzen“! Ein wirklich schöner Ausflug!

N.Neuse, I.Bischoff, F.Hahn