Allgemein Schulleben

Auf dem Weg zu einer Schule für alle!

Im nächsten Schuljahr wird es an unserer Schule erstmalig eine GU-Klasse im neuen 5er Jahrgang geben. GU bedeutet Gemeinsamer Unterricht, das heißt, dass in dieser Klasse Schüler_innen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam unterrichtet werden. Unsere Schule macht sich somit auf den Weg, das im Zuge der 2008 beschlossenen UN-Konvention geforderte „inklusive Bildungssystem“, mit dem Ziel, Menschen mit Förderbedarf im Regelschulsystem einzubeziehen, umzusetzen. Hierzu erhält die Lehrkraft Unterstützung durch eine Lehrkraft für Sonderpädagogik. Beide erstellen gemeinsam einen individuellen Förderplan für die Schüler_innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Sie unterrichten zeitweise zusammen in der Klasse und überprüfen regelmäßig die Lernfortschritte der Kinder und Jugendlichen. Im Gemeinsamen Unterricht können die Abschlüsse der allgemeinen Schule bzw. die Abschlüsse in den Bildungsgängen entsprechender Förderschwerpunkte erreicht werden.

Um auf diese spannende Aufgabe vorbereitet zu sein, hospitierte das Lehrerkollegium der Gesamtschule in den vergangenen Wochen an unterschiedlichen Schulformen, die vor kurzem eine GU-Klasse eingerichtet haben oder bereits seit vielen Jahren erfolgreich im GU arbeiten.

Am 17.06.13 fand zudem eine kollegiumsinterne Fortbildung zum Thema „Inklusion“ durch Frau Müller-Hardt, ehemals tätig an der Gesamtschule Köln-Holweide, statt. Frau Müller-Harth und Frau Plankermann werden [nbsp]unsere Schule auf dem Weg zur Inklusion in den nächsten zwei Jahren im Auftrag und in Kooperation mit der Monatstiftung begleiten und beraten. Die Teilnahme von Frau Schumacher, Schulleiterin der Förderschule „Im Laach“ und Frau Gleisberg, unserer zukünftigen Sonderpädagogin, war besonders erfreulich. Ihre Erfahrungen und Eindrücke erleichterten es, das Thema „Inklusion“ vor dem Hintergrund der geforderten Kooperation zwischen Förderschulen und Regelschulen zu betrachten und nachzuvollziehen.

Es war eine informative und inspirierende Veranstaltung und sie konnte, zusammen mit den Erfahrungen aus den Hospitationen, dazu beitragen, den Kolleginnen und Kollegen so manche Skepsis zu nehmen und einen Perspektivwechsel einzuleiten, um motiviert die neue Herausforderung „Inklusion“ anzunehmen.

Nadine Neuse